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Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Kulturarbeit

Über uns

Aufgaben

Die Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Kulturarbeit ist der Zusammenschluss von Vereinigungen und Institutionen, die der grenzüberschreitenden Verständigung zwischen Deutschen und Niederländern besonders verpflichtet sind.

Die bei der Gründung 1968 verabschiedete Satzung definiert als Aufgaben, „der Verständigung mit unseren niederländischen Nachbarn durch Förderung der kulturellen Beziehungen zu dienen und die Arbeit der ihr angeschlossenen Gruppen zu koordinieren (§ 2)“. Neben den laufenden Kontakten konkretisiert sich die Arbeit seit einigen Jahren vor allem im Vortrags- und Exkursionsprogramm, das mit der jährlichen satzungsgemäßen Mitgliederversammlung gekoppelt wird. Dazu sind nicht nur die Delegierten, sondern alle Angehörigen der Mitgliedsvereinigungen und die weitere Öffentlichkeit eingeladen. Neben dem Erfahrungsaustausch und der Information sollen sie so die Anliegen der Bundesgemeinschaft in die Öffentlichkeit tragen und den Verbund der Mitglieder stärken.


Geschichte

Am 26. September 1968 wurde in Emmerich die „Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Kulturarbeit“ (BDNK) gegründet. Die Initiative hierzu ging in erster Linie vom Kulturkreis Schloss Raesfeld, der Vereinigung Liemers-Niederrhein und der Deutsch-Niederländischen Gesellschaft Düsseldorf aus. Die Vertreter dieser Vereinigungen hatten diese Zusammenkunft in enger Zusammenarbeit mit den Kulturabteilungen der Königlich-Niederländischen Botschaft in Bonn sowie der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe vorbereitet.

Infohefte der Bundesgemeinschaft aus 1973 und 1979

Vorausgegangen waren in den Nachkriegsjahren der in Hannover gegründete „Deutsch-Holländische Ausschuss“ (1951), die in Düsseldorf gegründete „Deutsch-Niederländische Arbeitsgemeinschaft“ (1952) und die in Münster gegründete „Westfälische Arbeitsgruppe für kulturelle Beziehungen“ (1953). Bald danach wurde auf deutscher Seite erkannt, dass in der Bundesrepublik als Pendant zur in den Niederlanden schon 1948 gegründeten „Coördinatie Commissie voor Culturele Betrekkingen met Duitsland“ eine neue Organisation geschaffen werde musste. Diese Überlegungen führten schon 1953 zur Gründung der „Bundesarbeitsgemeinschaft deutsch-niederländischer Vereinigungen“.

Es waren organisatorische Gründe, die 1968 zur Gründung der BDNK führten. In der Versammlung in Emmerich wurde eine vorläufige Satzung beschlossen und eine kleine Kommission gebildet, die die erste Mitgliederversammlung vorbereiten sollte. Diese fand ein Jahr später, am 5 .Oktober 1969 im Rathaus in Bocholt statt. Daran nahmen zwölf Vereinigungen teil, die ihren Tätigkeitsbereich zwischen Aachen und Aurich hatten. In Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste wurde eine Satzung verabschiedet und ein Vorstand gewählt.

In der Satzung heißt es, dass „die Bundesgemeinschaft der Verständigung mit unseren niederländischen Nachbarn durch Förderung der kulturellen Beziehungen dienen und die Arbeit der angeschlossenen Gruppen fördern soll“. Eine der vornehmlichen Aufgaben des Vorstandes und der Mitgliederversammlung bestand in den folgenden Jahren darin, die zum Teil recht ansehnlichen Förderzuschüsse der Kulturabteilungen des Auswärtigen Amtes (später des Landes Nordrhein-Westfalen) und der Königlich-Niederländischen Botschaft sowie der beiden Landschaftsverbände zu verteilen und an die Mitgliedsvereinigungen weiterzuleiten.

Treffen der Bundesgemeinschaft auf Huis Bergh am 4. November 1978

Ein Höhepunkt war das „Grenszlandfestival ‘74-‘75“, das gemeinsam von der Bundesgemeinschaft und der „Interprovinciale Coordinatie Commissie Duits –Nederlandse Culturele Grenscontacten“ in Zusammenarbeit mit den Botschaften und den Landschaftsverbänden vorbereitet und durchgeführt wurde. In 50 Städten zwischen Aachen und Maastricht sowie Aurich und Groningen fanden damals 140 Veranstaltungen (Konzerte, Ausstellungen u.ä.) statt.

Die Geschichte der Bundesgemeinschaft können Sie in den beiden Infoheften der Bundesgemeinschaft aus den Jahren 1973 und 1979, die hier unten einzusehen sind, nachlesen. Wenn Sie die Datei aufmachen, können Sie rechtsoben anklicken, um eine vergrößerte Darstellung des Textes zu erreichen.
Bundesgemeinschaft 1973.pdf
Bundesgemeinschaft 1979.pdf
Grenzlandfestival '74-'75

 

Aktivitäten

Die Bundesgemeinschaft für deutsch-niederländische Kulturarbeit organisiert jährlich eine Mitgliederversammlung an der alle Mitgliedervereinigungen und deren Mitglieder teilnehmen können. Sie findet jedes Jahr auf Einladung eines Mitgliedsvereins statt, in der Regel in Deutschland, gelegentlich auch in den Niederlanden.

Zur jährlichen Mitgliederversammlung wird ein kulturelles Programm angeboten, das vom jeweiligen Mitgliedsverein in Zusammenarbeit mit der Bundesgemeinschaft organisiert wird.

Mitgliederversammlung Aurich 2017

Darüber hinaus bietet die Bundesgemeinschaft eine Homepage, auf der die Aktivitäten der Bundesgemeinschaft dokumentiert werden. Daneben werden die Mitgliedsvereinigungen vorgestellt und eine Verlinkung zu deren Homepage hergestellt. In einem tagesaktuellen Veranstaltungskalender werden die Veranstaltungen der Bundesgemeinschaft und deren Mitgliedsvereinigungen aufgelistet. Sie werden von den jeweiligen Mitgliedsvereinigungen eingepflegt. Eine weitere Rubrik enthält aktuelle Nachrichten aus den Niederlanden, die u.a. vom online-Portal NiederlandeNet übernommen werden. Wissenswertes über die Niederlande aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens werden durch Verlinkungen dem Nutzer unserer Homepage zugänglich gemacht.

 

Mitglied werden

Vereinigungen, Clubs und Interessengemeinschaften, die sich mit den Niederlanden und mit den Deutsch-Niederländischen Beziehungen beschäftigen, können Mitglied der Bundesgemeinschaft werden. Die Mitgliedschaft kann beim Vorstand der Bundesgemeinschaft beantragt werden. Der Vorstand berät über den Antrag und legt ihn zur Abstimmung der Mitgliederversammlung vor. Mit der Mitgliedschaft können die Vereinigungen, Clubs und Interessengemeinschaften ihre Aktivitäten auf der Homepage der Bundesgemeinschaft einbringen.